Haben sich meine Wünsche erfüllt?
Ja — die meisten! Dabei waren meine Intuition und die nötige Portion Mut meine treuen Begleiter.
Nicht erfüllte Wünsche sah ich nie als Niederlage, sondern als Zeichen der Göttlichen Weisheit.
Ohne lange nach Sicherheiten zu fragen, bin ich meist ungeniert gesprungen - ab in einen neuen Lebensabschnitt!
Diesem kleinen inneren Dämon »Zweifel« gab ich selten Raum. Ich stellte ihm meine Neugier und Spannung auf das Kommende kraftvoll entgegen. Auch wenn ich zugebe, dass mit dem Älterwerden meine Entschlossenheit mehr Pflege verlangte und ich meinen Mut innerlich intensiver nähren musste.
Das Leben rückblickend ist voller Erfolg und tiefer Dankbarkeit!
Ich wurde 1968 in Niederbayern geboren. Mein Privileg: in einer liebevollen, bodenständigen Familie! Einen von der Gesellschaft vorgezeichneten Weg habe ich nicht eingeschlagen. Wie einige Tiere sich spiralförmig von ihrem Ursprung entfernen und dennoch ihren Mittelpunkt nicht aus den Augen verlieren bewegte ich mich kontinuierlich von meiner Heimat weg. In immer weiter reichenden Kreisen, ohne dabei meine Wurzeln zu vergessen.
2009 kehrte ich mit einer soliden Portion Wagemut nach 13 Jahren aus einem sicheren, sorglosen und paradiesischen Leben in der Türkei nach Deutschland zurück. Es war keine pragmatische Entscheidung, vielmehr folgte ich den Impulsen meines Herzens.
Ich hatte nur drei Taschen dabei, mein geistiges Gepäck hingegen war üppig und prallvoll! Ungeordnet und wild flogen Gedanken umher: Wehmut, ein Hauch des Scheiterns, aber auch Hoffnung und Zuversicht. Ich war trotz einer ungewissen Zukunft glücklich.
Dieses Chaos im Kopf sortierte ich im Schreiben. Irgendwann lag ein dickes Bekenntnis meines vergangenen Lebens vor mir - doch nur für mich, für keinen anderen!
Schreiben beruhigte mich schon immer. Wünsche, Sehnsüchte oder kleine Beichten legte ich schon als Kind meiner Mutter gerne unters Kopfkissen.
Das geschriebene Wort hat für mich mehr Gewicht als das gesprochene. Schreiben ermöglicht mir ein intensives Nachdenken darüber, was ich mitteilen will. Das gesprochene Wort polterte oft zu schnell über meine Lippen, dabei unbedacht und manchmal mit einer nicht erwünschten Wirkung. Schreiben war und ist ein Zuhause in mir.
Bücher über das Handwerk der Schriftstellerei, standen damals leider, einmal überflogen, im Regal.
Die Rädchen des Alltags drehten sich und zermalmten unmerklich meinen Traum zu schreiben. Die für uns alle schwierigen Zeiten um 2020 machten meine innere Stimme wieder laut. Julia Camerons Buch über die Kunst des Schreibens holte ich damals, etwas angestaubt, intuitiv aus dem Regal heraus. Mit ihren wunderbar gewählten Worten gelang es ihr, eine Leichtigkeit, vor allem Selbstverständlichkeit in meinen Wunsch zu schreiben zu bringen.
»Um Zeit zum Schreiben zu finden«, schrieb Julia Cameron, »müssen Sie in ihrem jetzigen Leben Zeit dafür schaffen - das ist der Kunstkniff!«
Für mich war ihr Buch ein Segen und eine enorme Motivation! Denn sie schrieb weiter:
»Wir benötigen nicht den Mut, um einen kompletten Roman zu schreiben. Wir brauchen lediglich den Mut, um HEUTE an dem Roman zu schreiben!«
Im Herbst 2023 begann ich ernsthaft an meinem ersten Buch zu arbeiten und war drei Jahre später damit fertig.
Durch die vielen parallelen Aufgaben meiner Arbeit in zwei Büros und der eigenen Gastronomie war mein Zeitbudget unglaublich beansprucht. So fanden meine Worte meist erst nachts den Weg aufs Blatt Papier. Doch die Vision meines eigenen Buches beflügelte mich enorm und gab mir obendrein die nötige Energie kontinuierlich weiterzumachen.
Denn genau in diesen Momenten, dann, wenn ich schreiben konnte und durfte, war meine Seele zutiefst glücklich. So wurde dieser kreative Prozess ein fester Bestandteil meines Alltags. Ich dachte nicht weiter darüber nach, ich war in Aktion, ich schrieb an meinem ersten Buch.
Da ich ohne Widerspruch an die Essenz meines Buches »Engel können fliegen, Hühner aber auch« glaube, wird meine Arbeit als Schriftstellerin einen großen Anteil in meinem Leben behalten!
WARUM?
Weil ich es mir aus tiefster Seele wünsche!
Wer mich gut kennt, findet mich in diesem Buch wieder - wer nicht, lernt mich näher kennen.
Claudia Maria Lupin - Schriftstellerin

Warum der Name LUPIN?
Claudia Maria ist mein Taufname — der Name, den ich von Anfang an trage. Wimmer war mein Geburtsname, Luckmann kam mit der Heirat.
Lupin gehört mir alleine. Er kam durch Intuition — fast wie im Traum. Und vielleicht ist das sein eigentlicher Zauber: Lupin klingt nicht nach einem Namen, der etwas festschreibt. Eher nach einem Namen, unter dem etwas Neues entstehen darf.
Wachstum. Instinkt. Verwandlung.
Er erzählt von Veränderung — und genau davon handelt auch mein Buch.





